Der Autor


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Wolfgang Kaes wurde 1958 in der Eifel-Kleinstadt Mayen (in der Nähe des Nürburgrings) geboren. Die Entscheidung, entweder zur Kripo zu gehen (da gibt es eine starke familiäre Vorbelastung) oder Journalist zu werden, fiel erst unmittelbar vor dem Abitur. Kaes finanzierte sein Studium der Politikwissenschaft als Waldarbeiter, Hilfsarbeiter im Straßenbau, Lastwagenfahrer, Nachtschicht-Taxifahrer in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und schließlich als Polizeireporter für den Kölner Stadt-Anzeiger. Er schrieb Reportagen für den Stern und andere und arbeitet seit 1989 als Redakteur beim Bonner General-Anzeiger. Seit Sommer 2011 ist er Chefreporter dieser Zeitung. Für seine Enthüllungsstory über die Ausflaggung der Rhein-Passagierschiffe des Marktführers Köln-Düsseldorfer nach Malta wurde er 2012 mit dem Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler ausgezeichnet.

Ebenfalls 2012 gelang ihm durch seine hartnäckigen, monatelangen Recherchen die Wiederaufnahme und Aufklärung eines 16 Jahre alten, von der Kripo längst zu den Akten gelegten Vermisstenfalles. Wie sich schließlich herausstellte, war das Opfer, eine Arzthelferin, 1996 von ihrem damaligen Ehemann erstickt und im Wald verscharrt worden. Bis zu dessen Geständnis und der Identifizierung der Leiche hatten die Ermittlungsbehörden geglaubt, die Frau habe sich mit einem mysteriösen Liebhaber ins Ausland abgesetzt. Der Ex-Mann wurde im Dezember 2012 vom Landgericht Bonn wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt. Für diese außergewöhnliche Rechercheleistung wurde Kaes im Dezember 2012 vom MediumMagazin als Journalist des Jahres gekürt und erhielt im April 2013 in Hamburg den renommierten Henri-Nannen-Preis.

Seit 2003 veröffentlicht Wolfgang Kaes erfolgreich Kriminalromane bei großen Publikumsverlagen. Er recherchiert aufwendig und akribisch gesellschaftspolitische Themen und setzt die Recherche-Ergebnisse anschließend in eine fiktive Geschichte um. Sein siebter Roman, der den real recherchierten Vermisstenfall thematisiert, erscheint Ende November 2014 bei Rowohlt.