Todfreunde


Todfreunde

Warum haben wir eigentlich immer alles getan, was man uns vorschrieb?
Ich habe damals sehr schnell gelernt, warum. Schon am ersten Abend.

Todfreunde 

Seit die Regierung von Bonn nach Berlin umgezogen ist, vertreibt sich Ex-MdB und Ex-Lobbyist Dr. Julius Weinert die Zeit als Ehrengast bei der Einweihung von Umgehungsstraßen und der Eröffnung von Schützenfesten. Bis ihm eines Sonntags jemand die Kehle durchschneidet.

Als Krimialhauptkommissar Josef Morian herausfindet, womit Weinert sein Vermögen gemacht hat, wird er von dem Fall abgezogen. Aber Morian lässt sich nicht gern etwas vorschreiben. Und so nutzt er seinen unfreiwilligen Urlaub, findet die Spur der drei Todfreunde, die sich seit ihren Kindheitstagen in einem Internat der Nachkriegszeit kennen. Einer von ihnen war Weinert. Der zweite geht einem verbrecherischen Geschäft nach, mit dem mehr Geld zu verdienen ist als etwa mit dem Heroin-Handel. Der dritte starb schon vor Jahren. Er hatte ein Tagebuch geführt, sich das Erlebte von der Seele geschrieben, das Tagebuch versteckt und nie wieder daran gedacht. Bis zu seinem Tod.

50 Jahre später wird aus der Suche nach dem verschollenen Tagebuch eine erbarmungslose Jagd. Morian ahnt noch gar nicht, welche Abgründe sich auftun – und wie nahe er selbst schon am Abgrund steht.