WOLFGANG KAES

Wolfgang Kaes wurde 1958 in der Eifel geboren. Die Entscheidung, wie sein Onkel und sein Cousin zur Kripo zu gehen oder aber Journalist zu werden, fiel erst unmittelbar vor dem Abitur. Kaes finanzierte sein Studium der Politikwissenschaft als Waldarbeiter, Hilfsarbeiter im Straßenbau, Lastwagenfahrer, Nachtschicht-Taxifahrer in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und schließlich als Polizeireporter für den Kölner Stadt-Anzeiger. Er schrieb Reportagen für den Stern, die Zeit, das Zeit-Magazin und andere und ist seit 2011 Chefreporter beim Bonner General-Anzeiger.

Für seine Enthüllungsstory über die geheime Ausflaggung der Rhein-Passagierschiffe des Marktführers Köln-Düsseldorfer nach Malta wurde er 2012 mit dem Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler ausgezeichnet.

Ebenfalls 2012 gelang ihm durch seine hartnäckigen, monatelangen Recherchen die Wiederaufnahme eines 16 Jahre alten, von der Kripo längst zu den Akten gelegten Vermisstenfalles. Wie sich schließlich herausstellte, war das Opfer, eine Arzthelferin, 1996 von ihrem damaligen Ehemann erstickt und im Wald verscharrt worden. Bis zu dessen Geständnis und der Identifizierung der Leiche waren die Ermittlungsbehörden davon überzeugt, die Frau habe sich mit einem mysteriösen Liebhaber ins Ausland abgesetzt. Für die außergewöhnliche Rechercheleistung wurde Kaes 2012 vom Medium-Magazin als Journalist des Jahres gekürt und 2013 mit dem Henri-Nannen-Preis in der Kategorie “Investigative Recherche” ausgezeichnet.

Seit 2003 veröffentlicht Wolfgang Kaes Kriminalromane bei großen Publikumsverlagen, vorwiegend bei Rowohlt. Er recherchiert aufwendig und akribisch gesellschaftspolitische Themen und setzt die Recherche-Ergebnisse anschließend in eine fiktive Geschichte um. Sein achter und jüngster Roman „Endstation“ ist im August 2019 bei Rowohlt erschienen.

Wolfgang KaesIm Interview mit Jennifer Bertus

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